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„Lernen ist wie Rudern gegen den Strom; sobald man aufhört, treibt man zurück“

(Sprichwort)

 


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MLM-Lektion 2

Ist Network Marketing ein illegales Schneeballsystem?

Der Vorwurf, Network-Marketing-Vertriebe seien grundsätzlich illegale Schneeballsysteme, ist so alt, wie die Branche selbst. Was aber nicht zwangsläufig den Wahrheitsgehalt dieser Behauptung erhöht.

Wir haben es wohl mit der Spätfolge eines gigantischen Raubzuges zu tun, der in den 70er Jahren weite Kreise der Bevölkerung in seinen Bann gezogen hatte. Damals wüteten Firmen wie „Golden Products“ oder „I like Swipe“ in Deutschland, die sehr erfolgreich an die Geldgier der Leute appellierten.

Mit astronomischen Gewinnversprechen und der Utopie vom schnellen, mühelosen Geld wurden den Vertriebspartnern gewaltige Warenbestände in die Keller und Garagen gedrückt.

Weil auch diese, tatsächlich höchst unsauberen Systeme mehrere Ebenen aufwiesen, fühlt sich manch schlichtes Gemüt durch die heutigen seriösen Multi-Level- und Network-Marketing- Unternehmen an diese schwarzen Schafe erinnert.

Schauen wir uns die Tatsachen an:

Rechtlich gesehen ist der Begriff „Schneeballsystem“ wertneutral und sagt nichts darüber aus, ob ein Unternehmen oder ein Geschäftsplan seriös ist oder nicht. So geshen, könnte jedes System, bei dem Mitglieder ihrerseits neue Mitglieder rekrutieren, mit dem Etikett „Schneeballsystem“ versehen werden.

Nun käme aber sicher niemand ernsthaft auf die Idee, zum Beispiel einen Buch- oder Automobil-Club als illegales Schneeballsystem zu verunglimpfen ­ obwohl hier unter dem Begriff „Freundschaftswerbung“ genau das stattfindet: Mitglieder werben Mitglieder!

Um beurteilen zu können, ob ein System korrekt ist oder unsauber, bedarf es also anderer Kriterien.

Eine Aussage bekommen wir zum Beispiel im §6c bzw. seit 01.07.2004 §16 des neuen Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb:

Justitia

Alter §6c UWG

„Wer es ... unternimmt, Nichtkaufleute zur Abnahme von Waren, ... durch das Versprechen zu veranlassen, ihnen besondere Vorteile für den Fall zu gewähren, daß sie andere zum Abschluß gleichartiger Geschäfte veranlassen, denen ihrerseits nach der Art dieser Werbung derartige Vorteile für eine entsprechende Werbung weiterer Abnehmer gewährt werden soll, wird ...“ bestraft. Damit kann man schon recht gut zweifelhafte Systeme identifizieren.

(Quelle: §6c altes UWG vor dem 01.07.2004)


Neues UWG
§ 16 Strafbare Werbung

(1) Wer in der Absicht, den Anschein eines besonders günstigen Angebots hervorzurufen, in öffentlichen Bekanntmachungen oder in Mitteilungen, die für einen größeren Kreis von Personen bestimmt sind, durch unwahre Angaben irreführend wirbt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

(2) Wer es im geschäftlichen Verkehr unternimmt, Verbraucher zur Abnahme von Waren, Dienstleistungen oder Rechten durch das Versprechen zu veranlassen, sie würden entweder vom Veranstalter selbst oder von einem Dritten besondere Vorteile erlangen, wenn sie andere zum Abschluss gleichartiger Geschäfte veranlassen, die ihrerseits nach der Art dieser Werbung derartige Vorteile für eine entsprechende Werbung weiterer Abnehmer erlangen sollen, wird mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

(Quelle: seit 01.07.2004 gibt es ein neues UWG, d.h. der betreffende Paragraph ist jetzt §16 [1] + [2] )


Wird uns also wieder einmal ein „sensationelles System“ mit dem „besten Marketingplan seit Menschengedenken“ vorgestellt, prüfen wir am besten mit folgenden Fragen, ob wir auf einen Problemfall gemäß §6c gestoßen sind oder nicht:

  • Gibt es eine vertragliche Abnahme-Verpflichtung für Waren oder Leistungen?
  • Erhält man Kopfprämien für die Anwerbung neuer Vertriebspartner?
  • Bekommt man Waren oder Leistungen nur dann günstiger (z.B. zum Einkaufspreis), wenn man selbst neue Mitglieder ins Geschäft bringt?
  • Gibt es eine Pflicht neue Vertriebspartner zu werben oder kann man „Einzelkämpfer“ bleiben?

Interessant im oben zitierten Gesetz ist auch, daß durch die Definition „Nicht-Kaufleute“ der geschäftliche Laie in besonderer Weise geschützt wird ­ und das ist gut so!

Die gelegentlich zu hörenden abschätzigen Aussagen über diese Industrie sind doch vor allem dadurch entstanden, daß die Unkenntnis von Privatleuten in geschäftlichen Dingen durch die Initatoren von tatsächlich illegalen Systemen ausgenutzt wurde, um ihnen das Geld aus der Tasche zu ziehen. Natürlich verbreiten die derart Getäuschten und Enttäuschten ihre Erfahrungen im eigenen Umfeld und sorgen so für ein negatives Image, das auch die seriösen Network-Marketing-Branche insgesamt schadet.

Leider ist es manchmal so, daß einzelne Vertriebspartner von durchaus angesehenen Unternehmen es mit deren Statuten nicht so genau nehmen. Der Vertriebspartner, oft gar seine ganze Organisation, führen nämlich ihre eigenen Regeln ein. Rasch kann so aus einem absolut korrekten System dann doch wieder illegales Geschäftsgebaren entstehen. Das hat dann zwar mit dem Unternehmen nichts mehr zu tun, doch welcher Außenstehende ist denn schon in der Lage, diesen feinen, aber wichtigen Unterschied festzustellen?

Besonders delikat ist es dann, wenn derartiges Fehlverhalten gerade von besonders umsatzstarken Vertriebsgruppen oder Führungskräften eines Network-Unternehmens praktiziert wird. Duldet das Management stillschweigend oder gar augenzwinkernd ganz im Sinne des weiteren Wachstums und der Eroberung von Marktanteilen? Oder greift es regulierend ein, auch wenn es kurzfristig schmerzt?

Die Qualität und die Konsequenz des Managements unserer Network-Marketing-Industrie hier in Deutschland wird darüber entscheiden, ob sich diese Geschäftsform auch in Zukunft immer wieder berechtigten oder unberechtigten Angriffen ausgesetzt sieht. Die Alternative ist wesentlich attraktiver: Network Marketing wird eines Tages eine ganz „normale“ und hoch angesehene Vertriebsform sein, wie der Einzelhandel, Franchise oder die Versandhäuser.

Und mit Qualität ist auch ­ oder gerade ­ die ethische Qualität des Managements gemeint.

(Quelle unbekannt: Artikel eines erfahrenen Networkers, leider nicht mehr erruierbar von wem.)


Einen ergänzenden Beitrag zum rechtlichen Aspekt finden Sie unter MLM-Fachartikel 5:

§ 6 c UWG und der Tatbestand der progressiven Kundenwerbung aus juristischer Sicht

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Letzte Aktualisierung
18.03.2013

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